Tino Less - Der Weg

Manche halten ihn für französischer als die Franzosen selbst - jedenfalls wenn er singt. Tino Less ist erst seit der Mitte der 90er Jahre im gesamtdeutschen Raum präsent. Er zählt zu einer kleinen Garde deutscher Chansonniers mit internationalem Repertoire. Sein Zuhause ist seit vielen Jahren das wilde Berlin, aber seine Heimat ist die verträumte Uckermark.

Seine ersten Lieder waren klassische. Mozart, Schumann und Schubert hatten aber nicht die richtigen Songs für ihn - und er nicht die richtige Stimme für sie. Mit deutschen Schlagern hätte er sich gern angefreundet, aber diese Freundschaft kam nie wirklich zustande. Ihm liegen mehr die französischen Chanson-Klassiker der 60er und 70er Jahre, die er - neu arrangiert - auf seine Weise singt; aber auch die deutschen Lieder mit klugen Texten und internationale Balladen. Hier wirkt seine Stimme fesselnd.

Mit sechs unterschiedlichen Soloprogrammen ist er unterwegs - mal nur mit Klavierbegleitung in kleinem Rahmen, mal als Gastgeber in großer Varietéshow mit Showband, Artisten und Tänzern im Gefolge.

Seine "Meilensteine": die 94er "Berlin-Hymne", die Inszenierung der viel beachteten "Hommage an Marlene Dietrich" aus dem Jahr 1995 und seine deutsche Version vom "König der Löwen". Aber auch eine eigene Veranstaltungsreihe auf dem Eis des Berliner SEZ, das "Goldene Rathausmann"-Festival oder die Silvester-Gala zum Jahrtausendwechsel auf einem renommierten Kreuzfahrtschiff in Sydney/ Australien, deren Gastgeber er war, sind genauso besondere Augenblicke seiner bisherigen Karriere wie sein erstes Mal der Song "New York, New York" in New York.

Anzutreffen ist Tino Less mit seinen Liedern aber auch als Moderator in kleinen Theatern ebenso wie in großen Shows. Er ist gern gesehener Gast auf internationalen Kreuzfahrtschiffen.